Therapieformen

Psychotherapie – Coaching – Beratung – Trainings

Wo ist denn da der Unterschied?

Psychotherapie ist ein anerkanntes Verfahren zur Heilung psychischer Erkrankungen. Es wird also dort angewendet, wo eine krankheitswertige psychische Störung vorliegt. Nicht jede psychische Belastung wird auch direkt als Krankheit angesehen. Um festzustellen, ob eine vorliegende psychische Belastung so ausgeprägt ist, dass sie als krankheitswertig gilt, werden von ärztlicher und/oder psychotherapeutischer Seite mögliche Symptombereiche abgefragt. Anhand der gesammelten Informationen trifft der Behandler/die Behandlerin die Entscheidung, ob eine Diagnose gestellt werden muss (dies wäre dann die Voraussetzung für eine Psychotherapie) oder ob ggfs. andere Methoden (z.B. Präventionskurse/Trainings oder Coaching) geeignet sind zur Bearbeitung der vorliegenden Belastungen.

Coaching und Beratung sind, je nach der Art der vorliegenden Belastungen, geeignete Methoden, sich gedanklich und emotional zu entlasten und auch zu einer inneren Orientierung (zurück) zu finden. Zur Bearbeitung psychischer Erkrankungen sind sie ungeeignet, da sie den Bedürfnissen des Patienten und der Komplexität des Behandlungsanlasses nicht gerecht werden. „Drüber reden“ ist nicht der alleinige Wirkmechanismus in einer Therapie. Für den Psychotherapeuten gilt, dass er/sie über umfangreiches und interdisziplinäres Fachwissen verfügen muss, um die Behandlung eines psychisch erkrankten Menschen verantwortlich und inhaltlich angemessen umsetzten zu können.

Beratung ist unter anderem ein Bestandteil von Psychotherapie. Es gilt Informationen über die Hintergründe und fachlich erklärbaren Zusammenhänge der vorliegenden Belastungen zu vermitteln, so dass der betroffene Mensch seine Belastungen besser einschätzen kann und auch eigenständige, kompetente Entscheidungen treffen kann, wie er mit den Belastungen umgehen möchte. Wissensvermittlung und inhaltliche Transparenz sollten zu jedem therapeutischen Prozess gehören und können als Qualitätsmerkmale einer guten therapeutischen Arbeit angesehen werden. Aber auch alleinige, gut fundierte Beratung, ohne weiterführende Therapie, kann bereits „entlastend“ wirken und kann einen Betroffenen soweit stärken, dass er eigenständig Wege zur Bewältigung findet und beschreitet.

Coaching kommt dort zum Einsatz, wo ein Mensch, ob nun ein psychischer Leidensdruck vorliegt oder nicht, nach Veränderung strebt. Der Wunsch nach Veränderung, also nach Weiterentwicklung, ist im Grunde jedem Menschen eigen, wird jedoch je nach Lebensphase und –bedingungen mal mehr oder mal weniger spürbar. Der Wunsch allein, auch wenn er gerade deutlich spürbar sein sollte, bringt nicht immer gleich auch die Veränderung mit sich. Es kann sehr hilfreich und katalytisch sein, mit der Unterstützung eines gut geschulten Coaches den eigenen Wunsch nach Veränderung zu konkretisieren, Ziele für sich abzuleiten und Wege zu erhellen, auf denen die gewünschte Veränderung sich ihren Weg bahnen kann.

Trainings: Sobald wir ein Ziel gefasst haben, auf das wir hin arbeiten möchten, und dann geklärt haben, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten wir dafür nutzen möchten, kann es bei Bedarf mit einem unterstützenden Training losgehen. Hier geht es also nicht mehr darum, zu klären, „Wo“ es hin gehen soll, sondern hier wird das „Wie“ erlernt und trainiert, also weiterentwickelt. Z.B. ist es das Ziel “Ich will selbstbewusster werden und mich besser durchsetzen” ein guter erster Schritt in Richtung Veränderung – aber oft kommt dann die Frage auf: “Und wie mache ich das in einer konkreten Situation?” Um dieses Fragezeichen zu überwinden gibt es spezielle Trainings, die uns helfen, nach eigenem Stil neue Fertigkeiten zu entwickeln – in diesem Fall: soziales Selbstbehauptungstraining.

Im Rahmen von Therapie, Beratung und Coaching vermittle ich u.a. auch an die Bedürfnisse des Einzelnen angepasste Methoden und Strategien zur mentalen und damit auch körperlichen Entspannung oder eben zur sozialen Selbstbehauptung. In Paarberatungen und -therapien kommen häufig Ansätze aus Kommunikationstrainings zum Einsatz.